John_Constable

Malerei der Romantik

Die Epoche der Romantik zeichnete sich durch das Darstellen von Gefühlen aus. Die Künstler der Romantik stellten selbstbewusst ihre Emotionen in das Zentrum ihrer Werke.
Das war ein Umbruch, denn lange Zeit hatte die Wissenschaft und Vernunft, in der Zeit der Aufklärung des 17. und 18. Jahrhunderts, das Rationale in den Vordergrund gestellt. Die Romantiker suchten sich über die Natur und das eigene Empfinden einen Weg um ihre inneren Bilder und die Schönheit und Vielfalt der Natur in der Kunst vereint darzustellen. Die Bilder waren somit ein Spiegel ihres eigenen selbsts.

Die bekanntesten Maler der Romantik:

Caspar David Friedrich: Frau vor untergehender Sonne Théodore Géricault: Das Floß der Medusa Eugène Delacroix: Die Freiheit führt das Volk John Constable: Der Heuwagen Carl Spitzweg: Der arme Poet

Caspar David Friedrich


Théodore Géricault


Eugène Delacroix


John Constable


Carl Spitzweg


1774 in Grleifswald geboren war Caspar David Friedrich der Sohn eines Seifensieders und Lichtgießers. Studiert hat Caspar an der Kopenhagener Akademieder Künste von 1794 bis 1798. Nachdem er sein Studium beendet hatte, wohnte er in Dresden. Diesen Wohnort hat er durch viele Reisen jedoch oft verlassen. Caspar wird als Begründer der romantischen Landschaftsmalerei angesehen. Die zwei Hauptkomponenten seiner Malerei sind einmal die Nähe zur Natur und das Befinden des Bildbetrachters. Die in seinen Bildern dargestellten Figuren sind so gut wie immer von hinten zu sehen, da man sich die Gesichter nach seiner Meinung im Kopf selbst vervollständigen soll. 1840 starb Caspar David Friedrich in Dresden.

Das hier gezeigte Bild hat den Namen: „Frau vor der untergehenden Sonne“, ist 1818 entstanden, hat das Format 22cm x 30cm und befindet sich im Museum Folkwang, Essen.


Théodore Géricault wurde 1791 in Rouen, Frankreich geboren. Seine Schaffensperiode, in der all seine Werke entstanden sind, währte gerade einmal 12 Jahre. Neben der Malerei war Théodore ein großer Pferdeliebhaber. Das Bild was ihn erstmals bekannt machte war aus diesem Grunde ein Reiterbild, der Titel lautet: „Offizier der Gardejäger beim Angriff".
Sein Wille die menschliche Psyche unter extremen Bedingungen zu erfassen reichte so weit, dass er sogar in Krankenhäusern und Leichenschauhäusern arbeitete, um dem Befinden der Personen näher zu kommen. Théodore Géricault starb in einem Alter von nur 33 Jahren an den Leiden eines Pferdesturzes 1824 in Paris.

Das hier gezeigte Bild hat den Namen: „Das Floß der Medusa“, ist von 1791 bis 1824 entstanden, hat das Format 7,16m x 4,91m und befindet sich im Louvre, Paris.


Eugène Delacroix wurde 1798 in Saint-Maurice-Charenton bei Paris geboren. Obwohl er Musik erfolgreich studierte, begann Eugène nach seinem Studium eine Ausbildung als Maler. 1816 trat er der Ecole des Beaux-Arts bei, wo er dem sieben Jahre älteren Théodore Géricault begegnete, den er sehr bewunderte. 1832 nahm Eugène an einer Orientreise nach Marokko teil, die für seine spätere Malerei ausschlaggebend werden sollte. Die Begeisterung, die für dieses Land empfand war grenzenlos und so entstanden Hunderte von Zeichnungen und Aquarellen. Als er dann nach Paris zurückkahm führte er ab 1834 große Wandbildaufträge aus. Seine Kunden waren unter anderen den Salon du Roi im Palais Bourbon, die Bibliothek des Palais du Luxembourg und die Kirche St.-Sulpice. In seinen letzten Jahren zog er sich immer mehr zurück und starb 1863 in Einsamkeit.

Das hier gezeigte Bild hat den Namen: „Die Freiheit führt das Vold“, ist 1930 entstanden, hat das Format 2,60m x 3,25m und befindet sich im Louvre, Paris.


John Constable wurde 1776 in East Bergholt (Suffolk), England geboren. Seine Eltern waren auch wenn “nur“ Müller, wohlhabend. Er studierte ab 1799 in der Royal Academy in London und kopierte dort Werke alter Landschaftsmaler, vor allem von Jacob van Ruisdael. Nach dem Studium reiste er durch Italien und bewunderte die Natur, was dann ein wichtiger Pfeiler seiner Malerei wurde.
Ab 1820 widmete er sich dann fast ausschließlich der Natur, entnahm seine malerischen Motive jedoch nur den ihm vertrauten Gegenden Englands, wie Suffolk, Essek oder Brighton. Bei aller Anerkennung die er bekam gab es jedoch auch Kritiker, die bedauerten, dass seine Werke eher Skizzen als vollwertige Bilder waren. Trotzdem wurde er 1829 Mitglied der Royal Academy. Er starb 1837 in London.

Das hier gezeigte Bild hat den Namen: „The Hay Wain“ oder in Deutsch: „Der Heuwagen“, ist 1821 entstanden, hat das Format 1,30m x 1,85m und befindet in der National Gallery, London.


Carl Spitzweg ist 1808 in München geboren und auch heute noch einer der bekanntesten Maler des 19. Jahrhunderts. Auch wenn der als Apotheker ausgebildet war, widmete er sich in seinen zwanziger Jahren der Malerei. Der Reiz seiner Bilder befindet sich darin, dass die Sehnsüchte der Kleinbürger in Relation zu ihren Verhältnissen unverhältnigmäßig groß wirken. 1851 unternahm Carl mit seinen Münchner Malerfreunden eine Reise nach Paris und nach London. Auf dieser Reise beeindruckten ihn besonders die Werke von Malern wie John Constable und Barbizon. Diese Reise beeinflusste sein Malerdasein so sehr, dass er ähnlich wie John Constable auch auf die Landschaftsmalerei umschwenkte. Die Figuren standen nicht mehr so stark im Vordergrund, sondern erschienen eher als Randerscheinungen und nebensächlichen Objekten. Carl Spitzweg starb 1885 in seiner Heimatstadt München.

Das hier gezeigte Bild hat den Namen: „der arme Poet“, ist 1839 entstanden, hat das Format 36cm x 45cm und befindet sich in der Neuen Pinakothek, München.